Die andere Seite der Eifel

Nicht nur zauberhafte und schöne Dinge zeichnet die Eifel aus. Es gibt auch viel Besinnliches, vieles zum Nachdenken, vieles zum Erinnern, vieles was nicht vergessen werden soll.

 

Hürtgenwald 1951

Über graue Hügel fegt heulend der Sturm
Auf Holzkreuzen klirren Helme.
Ein Ächzen und Raunen geht durchs Geäst
der alten zerschossenen Bäume.

Kalt wirft der Mond sein bleiches Licht
auf die Gräber, die schmucklos - verlassen
Oh Heimat vergiss diese Söhne nicht,
Die für Dich ihr Leben gelassen.

Sie glaubten an ihr Vaterland,
an Freiheit, Ehre und Recht,
Der Sinn ihres Opfers: Wem ist er bekannt?
Gott weiß es, und hält einst Gericht.

Den Lebenden sei ein ewiges Mal
Die Stätte, mit all ihrem Grauen.
Und redet ein Staatsmann von Krieg und Gewalt
Soll zum "Hürtgenwald" er schauen.

Johannes Willy Schreiter, 25.11.1951